Kramer-Witwen-Wohnung

Kramer-Witwen-Wohnung

Kramer-Witwen-Wohnungen Hamburg – stille Höfe voller Stadtgeschichte

Die Kramer-Witwen-Wohnungen sind kein klassisches Museum, aber sie gehören auf jeden Fall zu den eindrucksvollsten Orten der Hamburger Altstadt, weil sie ein realer Wohnort aus dem 17. Jahrhundert sind. Hinter einem unscheinbaren Eingang öffnen sich mehrere kleine Höfe mit niedrigen Fachwerkhäusern, die dicht an dicht stehen. Der Ort erzählt von Fürsorge, sozialem Denken und vom Leben einfacher Menschen mitten in der Stadt. 

Die wichtigsten Fakten zu den Kramer-Witwen-Wohnungen Hamburg

NameKramer-Witwen-Wohnungen Hamburg
Eröffnung1974
SchwerpunktHistorische Wohnkultur und Sozialgeschichte
StadtteilAltstadt
Eintrittfrei
Parkplätzenein
Barrierefreinein

Das erwarten dich in den Kramer-Witwen-Wohnungen in Hamburg

  • Historische Wohnräume: Original eingerichtete Stuben zeigen, wie Witwen im 17. und 18. Jahrhundert lebten.
  • Alltagsgegenstände: Möbel, Hausrat und Textilien vermitteln ein realistisches Bild früher Wohnverhältnisse.
  • Hofanlagen: Mehrere miteinander verbundene Innenhöfe verdeutlichen die soziale Struktur der Anlage.

Die schönsten Eindrücke aus den Hamburger Kramer-Witwen-Wohnungen

Kramer-Witwen-Wohnungen
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Kramer-Witwen-Wohnungen

Die Kramer-Witwen-Wohnungen bedeuteten eins Leben auf engstem Raum

Die Anlage folgt dem typischen Hamburger Baustil des 17. Jahrhunderts, doch das ist nicht, was sie so besonders macht. Abgeschirmt vom Straßenlärm, wurden die Wohnungen ab 1676 gezielt für Witwen von Hamburger Krämern gebaut. Die Krämer waren damals sozusagen die High Society und hatten sich bereits 1375 im sogenannten Krameramt organisiert. Mit dem Bau der Wohnanlage schufen sie eine frühe Form der Alters- und Hinterbliebenenversorgung.

Ganz uneigennützig war das System nicht. Um neuen Krämern Platz für ihre Geschäfte zu machen, mussten die bisherigen Wohn- und Arbeitsräume frei werden. Die Witwen wurden daher aus den Ladenhäusern ausgelagert und erhielten stattdessen ein lebenslanges Wohnrecht in den Krameramtswohnungen. Mindestens 20 Frauen sollten so dauerhaft abgesichert werden – ein bemerkenswert sozialer Ansatz für seine Zeit.

Wenn Wohnen soziale Absicherung bedeutete

Die einzelnen Häuser waren nahezu identisch aufgebaut. Jeweils zwei Wohnungen lagen nebeneinander und erstreckten sich über zwei Etagen. Vom Erdgeschoss führte eine schmale Treppe ins Obergeschoss, in dem sich Küche und Wohnraum befanden. Was heute nach einer zweigeschossigen Wohnung klingt, bedeutete damals vor allem eines: Enge. Die Räume waren niedrig, schmal und spärlich belichtet. Die Küche erhielt ihr Licht ausschließlich über den Wohnraum. Private Toiletten gab es nicht, stattdessen eine Gemeinschaftstoilette am Ende des Hofes. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ursprünglichen Wasserpumpen durch Wasserleitungen ersetzt. Für Frauen mit Kindern bedeutete das Leben hier dennoch einen Alltag auf sehr begrenztem Raum.

Die Kramer-Witwen-Wohnungen stehen heute unter Denkmalschutz und wurden 1974 umfassend restauriert - daran beteiligt war unter anderem das Deutsche Maler- und Lackierermuseum. Die Einrichtung orientiert sich an der Zeit um 1850 bis 1860, auch wenn es keine originalen Möbel zu sehen gibt, sondern um rekonstruierte Möbel. Seit dem 1. Januar 2008 gehören die Kramer-Witwen-Wohnungen zur Stiftung Historische Museen Hamburg und sind damit dauerhaft als Teil der Hamburger Stadtgeschichte gesichert.

Was macht die Hamburger Kramer-Witwen-Wohnungen so einzigartig?

  • vollständig erhaltene Wohnanlage aus dem 17. Jahrhundert
  • mehrere originale Hofstrukturen innerhalb der Altstadt
  • historische Innenräume ohne museale Überformung
  • direkte Verbindung von Architektur und Sozialgeschichte

Krameramtswohnungen / Kramerwitwenwohnungen Hamburg im Video

Wie die Kramer-Witwen-Wohnungen bewahrt wurden

Die Kramer-Witwen-Wohnungen stehen heute unter Denkmalschutz und wurden 1974 umfassend restauriert - daran beteiligt war unter anderem das Deutsche Maler- und Lackierermuseum. Die Einrichtung orientiert sich an der Zeit um 1850 bis 1860, auch wenn es keine originalen Möbel zu sehen gibt, sondern um rekonstruierte Möbel. Seit dem 1. Januar 2008 gehören die Kramer-Witwen-Wohnungen zur Stiftung Historische Museen Hamburg und sind damit dauerhaft als Teil der Hamburger Stadtgeschichte gesichert.

Weitere wichtige Informationen zu den Kramer-Witwen-Wohnungen Hamburg

Wann haben die Kramer-Witwen-Wohnungen Hamburg geöffnet?

April bis Oktober
Freitag bis Montag 10:00 – 17:00 Uhr
November – März geschlossen

November bis März
Montag 10:00 – 17:00 Uhr
Dienstags geschlossen
Mittwoch bis Freitag 10:00 – 17:00 Uhr
Samstag bis Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr

Was kostet der Eintritt in die Kramer-Witwen-Wohnungen Hamburg?

Der Eintritt ist frei.

Die Kramer-Witwen-Wohnungen Hamburg in Zahlen

  • Baujahr der ersten Häuser: 1676
  • 5 Wohnhäuser: 5
  • 3 Innenhöfe:
  • Nutzung als Wohnanlage über mehr als 300 Jahre

Ausstattung vor Ort

Parkplatz
Toiletten
Barrierefrei
Gastronomie
Für Kinder geeignet
Führungen

Anschrift Kramer-Witwen-Wohnungen Hamburg: Krayenkamp 10, 20459 Hamburg

Routenplaner: So kommst du zu den Kramer-Witwen-Wohnungen Hamburg

Öffentliche Verkehrsmittel

Du fährst mit der U-Bahn-Linie U3 bis Rödingsmarkt. Von dort gehst du etwa vier Minuten zu Fuß über den Krayenkamp direkt zum Eingang der Anlage. Alternativ erreichst du den Ort von der S-Bahn-Haltestelle Stadthausbrücke in rund sechs Minuten Fußweg.

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